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AG d.Gerresheimer Glashüttenwerke v.Ferd.Heye, Düsseldorf
Aktie über 500 RM, Juni 1942
Düsseldorf
Größe  B x H  30 x 21 cm
Bestell-Nr. 111 0544   € 35,00

Die Errichtung der Gerresheimer Glashütte hing stark mit dem Bau der Eisenbahnstrecke von Düsseldorf nach Gerresheim und Erkrath zusammen. Genauso die Nähe und der Gleisanschluß an die Umschlagwerft in Düsseldorf. Auch die wichtigsten Rohstoffe waren an Ort oder in der nächsten Nähe. Siliziumreiche Sande waren direkt in Gerresheim zu finden, aber auch die weißen Sande waren in unmittelbarer Nähe. All dies beeinflußte den damaligen Kaufmann Ferdinand Heye, der die Geschäfte seines Vaters Caspar Hermann Heye, der 1819 nach Bremen ging und ein Handelsgeschäft mit Glaslager  betrieb, weiterführte und schrittweise die Glashütte bei Rinteln an der Weser übernommen hatte. 1863 siedelte Ferdinand Heye dann nach Gerresheim um und gründete dort eine Flaschenfabrik.
Arbeiterwohnhäuser in Gerresheim
Arbeiterwohnhäuser in Gerresheim
Die ersten Facharbeiter und Glasbläser kamen aus er Driburger Gegend und für diese baute Heye Werkswohnungen und zur Jahrhundertwende wurden die Wohnungen (sie bestanden aus einem Wohnraum, einer Kammer  und einer Küche) von fast 5000 (!!!) meist nicht einheimischen Arbeitern belegt.  Schon in den 1890er Jahren hatten die Gerresheimer Flaschen Weltruf und wurden in alle Herren Länder verkauft. Das Familienunternehmen wurde 1888 in die o.g. Aktiengesellschaft  umfirmiert. 1951 erwarb Owens Illinois 50,1% der Aktien, veräßerte sie allerdings bereits Anfang der 60er Jahre wieder an eine Holding, in der auch die WestLB saß. Zu dem Zeitpunkt arbeiteten noch 7500 Menschen bei der Glashütte. Zwischen 1999 und 2004 gehörte das Unternehmen zur französischen BSN Gruppe bevor es wieder an die amerikanische Owens Illinois ging. 2005, nur noch 235 Menschen arbeiten in dem Unternehmen, steht das "AUS" vor der Tür. Ein weltbekanntes Tradtionsunternehmen muß schließen.

Ein schlichtes Exponat mit großer Geschichte.